Sonntag, 26. April 2024 (sonnig, 15 bis 19 Grad), Ammersee-Südufer, Raistinger Wiesen, 10.30 bis 14.15 Uhr
Das Wetter ist herrlich und ich mache mich auf an den Ammersee zu fahren. Ich packe das Rad in die S-Bahn und von Herrsching geht es dann am Ostufer des Ammersees (Bild) Richtung Süden zum Binnensee. Auf dem Dammweg (Bild) leuchtet mir schon das gelbe Gefieder einer Goldammer (Bild) entgegen. Entlang des Weges sind einige Nistkästen angebracht, die man vom Weg aus gut sehen kann. Ich schaue mir diese genau an, denn ich bin auf der Suche nach den Trauerschnäppern. In München nehme ich an einem Kartierungsprojekt des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) teil. Siehe Artikel vom April 2026. Leider zeigt sich in München kein Trauerschnäpper. Dafür werde ich hier schnell fündig und ich entdecke ein Trauerschnäpper-Weibchen (Bilder), das schon eifrig am Nestbauen ist. Das Lustige ist, dass es die gesammelten Zweige quer im Schnabel zum Eingang des Nistkastens trägt – und so leider nicht durch das Loch passt. Ich muss schmunzeln, immer wieder probiert sie es. Laut Wikipedia »baut der Trauerschnäpper sein Nest in Baumhöhlen und Nistkästen aus Gras, Halmen, Zweigen, Wurzeln und Rinde und polstert es mit Federn oder Haaren aus. In der Brutzeit von Mai bis Juli legt das Weibchen fünf bis acht hellblaue Eier. Zwölf bis 13 Tage lang werden die Eier warm gehalten, bis die Jungvögel anschließend schlüpfen können.« Das Trauerschnäpper-Männchen (Bild und Video auf Youtube) hält sich in nächster Nähe auf. Er ist mit Gefiederpflege beschäftigt und singt mir dann noch eine kleine Strophe seines Liedes.







Stelzenläufer, Regenbrachvogel und Schwarzmilan
Am Binnensee (Bild) finde ich noch drei Stelzenläufer (zwei davon im Bild), die hier eine Rast einlegen. Ich gehe noch auf dem Dammweg vor bis zur Mündung der Ammer. Auf der kleinen vorgelagerten Insel hat sich Treibgut angesammelt. Da entdecke ich vier Brachvögel. Die drei kleineren sind Regenbrachvögel (Bild), die man anhand des dunklen Streifens auf dem Kopf bestimmen kann und einer ist ein Großer Brachvogel (Bild). Auf dem Rückweg zum Binnensee höre und sehe ich noch einen Schilfrohrsänger (Bild). Ein Schwarzmilan (Bild) kreist elegant über das Areal. »Schwarzmilane sind Suchflugjäger. In einem langsamen, meist recht niedrigen Suchflug werden Beutetiere oder Aas erspäht und oft im Darüberfliegen mitgenommen. Lebende oder tote Fische werden so von der Wasseroberfläche aufgenommen und an einem geeigneten Ort gekröpft. Auch Vögel wie Krähen, Wachteln oder Rebhühner überrascht der Schwarzmilan meistens am Boden und trägt sie davon.« (Quelle: Wikipedia). Ich mache noch einen Abstecher zu den Raistinger Wiesen und finde ein Braunkehlchen (Bild) und zwei Schwarzkehlchen (eines davon im Bild).








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