Vogelstation »Moosmühle« Benediktbeuern

teaser2_vogelstation_jan15_2901Einen Ausflug zum Loisach-Kochelsee-Moor, das westlich vom Kloster Benediktbeuern liegt, ist für den Vogelbeobachter im Frühjahr und Sommer immer ein lohnendes Ziel. Das Moor ist eines der bedeutendsten Wiesenbrütergebiete Bayerns. Hier finden Schwarzkehlchen, Braunkehlchen und der Große Brachvogel Platz zum Leben und Brüten. Aber auch im Winter gibt es einen Grund zum Kloster Benediktbeuern zu fahren. Mehr zum Kloster >> Wikipedia. Im Moor steht eine alte Scheune, die zu einem Vogelbeobachtungsplatz umfunktioniert wurde. Die Scheune (Bild) und der dahinter und daneben liegende Garten sind durch hohe Zäune geschützt. In diese Zäune sind Sehschlitze geschnitten. Dadurch kann man in den Vogelgarten (Bild) mit den vielen Futterhäuschen und -plätzen gucken. Auch ein kleiner Bach fließt durch den Garten.
Zu speziellen Öffnungszeiten ist die Scheune begehbar. Über eine Holztreppe geht es in den ersten Stock, dort sind kleine Sitzbänke und durch verglaste Sehschlitze sieht man in das Vogelparadies. Es ist wirklich toll, wie schön man die Vögel beim Fressen beobachten kann. Bis zu 30 Vogelarten wurden schon gesichtet. Kohlmeise, Blaumeise, Schwanzmeise, Feldsperling, Dompfaff, Goldammer, Buntspecht, Sperber und auch Raritäten wie Eisvogel, Bergfink, Kleinspecht, Grauspecht lassen sich vom Futter anlocken. Mit einem Fernglas macht es noch mehr Spaß. Auch für das Fotografieren mit einem guten Objektiv ist der Platz ideal. Ein Spektiv bringt in der Hütte nicht viel, dazu ist es zu eng und die Vögel zu nah. Aber außerhalb der Scheune kann man mit dem Spektiv die Vögel, die auf den Bäumen sitzen, gut beobachten.

Von Ende November bis Ende März ist am Samstag und am Mittwoch von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr die Vogelstation »Moosmühle« geöffnet. Karl Schöllhorn, Ornithologe und ehrenamtlicher Mitarbeiter vom Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern steht für Fragen zu den Vögeln und deren Belange, wie Lebensweise, Verbreitung, Winterfütterung bereit. Eine kleine Spende für den Erhalt dieses Vogelparadieses, den Kauf und die Zubereitung des Vogelfutters ist erwünscht. Genaue Termine auf der >> Website vom Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern, hier unter > Vogelbeobachtung auf dem Klosterland nachsehen.
Von München kann man ganz entspannt mit dem Zug hinfahren. Vom Bahnhof Benediktbeuern geht man Richtung Westen, in die Don-Bosco-Straße, am Parkplatz vorbei. Rechts geht es dann in den Moosmühlweg, einem Rad-Wanderweg, der Richtung Loisach führt. Ausgeschildert ist der Weg als Moosrundweg 1. Nach circa einer halben Stunde steht linkerhand die Scheune. Der Rundweg 1 führt durch das Moor zurück zum Kloster Benediktbeuern. Und in dem herrlichen bayerischen Wirtshaus kann man sich für die Heimreise noch stärken.

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Bahnhof Benediktbeuern, Januar 2015

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Vogelstation Moosmühle, Januar 2015

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Vogelstation Moosmühle, Januar 2015

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Blick aus der Scheune in den Vogelgarten, Moosmühle, Februar 2011

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Loisach-Kochelsee-Moor, Januar 2015

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Kloster Benediktbeuern, Januar 2015

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Wegeleitsystem Loisach-Kochelsee-Moor, Januar 2015

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Moosrundweg 1, Loisach-Kochelsee-Moor, Februar 2011

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2 Kommentare zu Vogelstation »Moosmühle« Benediktbeuern

  1. Carina Mösle sagt:

    Hallo,
    Ich wohne in der Erdinger Gegend und bei uns am Bach leben einige Enten und eine Wildgans. Wie er vor ein paar Jahren zu uns kam, weiß ich nicht. Er war schon vor meinem Einzug da.
    Nun mein kleines Anliegen:
    Der arme Kerl muss immer zuschaun, wenn seine Entenfreunde es sich während der Paarungszeit ‘gut gehen lassen’. Er ist in dieser Zeit und während der Brutzeit meist eher allein hier am Bach. Sobald die kleinen aber geschlüpft sind, kümmert er sich genauso um sie, während die Eltern beim fressen sind etc.
    Nun meine Frage, wäre es denn nicht irgendwie möglich, dem Kerl ein Weibchen zu ‘geben’? Oder hat er sich schon damit abgefunden, allein zu sein, da er ja hier bleibt und sich nicht nach einer Partnerin umschaut?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Carina

    • wh sagt:

      Hallo Carina,
      vermutlich ist es eine Graugans. Aus diesem Wildvogel entstand unsere Hausgans. Vielleicht ist es auch ein ausgesetztes Tier?
      Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht im Aussehen, es könnte also auch eine »Sie« sein.
      Ich glaube nicht, dass man der Gans was »Gutes« tun muss. Wenn es dem Tier bei den Enten gefällt, würde ich alles so lassen wie es ist.
      Er oder Sie kann ja auch einfach wegfliegen …
      Liebe Grüße
      Waltraud

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