Dienstag, 27. Dezember 2011 (Sonne, ca. 6 Grad, schneeloser Wintertag), Friedhof am Perlacher Forst, 12 bis 15.30 Uhr
Im Dezember gab es kaum Schnee, und der wenige der fiel, blieb nicht liegen. Auch jetzt, ein Tag nach Weihnachten ist alles braun – aber die Sonne scheint. Ich fahre in den Friedhof am Perlacher Forst, in dem viele Futterhäuschen stehen und hoffe auf Wintervögel wie z.B. den Dompfaff.
Aber an den Futterhäuschen ist nichts los, ein paar Eichhörnchen hüpfen in den großen Fichten umher. Auf den Bäumen krächzen die Saatkrähen. Die Kleiber huschen die Baumstämme rauf und runter, emsig nach Futter suchend. Ich gehe in den südlichen Teil des Friedhofs, wo ich meistens einige Misteldrosseln finden kann. Ich höre den schnarrenden, lang gezogenen Ruf einer Misteldrossel (Bild), die direkt unter ihrem Futter, einem Mistelzweig, sitzt.
Aber sonst ist es recht still, bis ich aus einem großen Baum einen lustigen Singsang höre. Und dann entdecke ich weit oben in einer Lärche einen Stieglitz (Bild). Das sind die schönen Vögel mit dem roten Gesicht. Der bei uns auch als Distelfink bekannte Vogel ist weit verbreitet und gerne in Gruppen unterwegs. Ich zähle zehn Vögel und sie sind sehr beschäftigt, aus den Lärchenzapfen die Samen rauszupicken. Plötzlich hüpft mir noch ein anderer eher unscheinbarer Vogel vor’s Spektiv. Eine Sumpfmeise (Bild) ist auch an einem Zapfen zugange. Sie ist ein Jahresvogel, brütet in Laub- und Mischwäldern, hält sich aber auch gerne in Parks und größeren Gärten auf. Und endlich hab ich sie fotografieren können.
Ansonsten habe ich noch gesehen: Kohlmeise, Blaumeise, Gartenbaumläufer, Grünfinken, Amsel, Buchfinken.