Halsbandsittiche in Düsseldorf

teaser_halsbandsittich_duesseldorf_2017-03-04_3529Samstag, 4. März 2017 (wolkig, 12 Grad, grauer Wintertag,), Düsseldorf-Carlstadt, Spee’s Graben, 9 bis 10 Uhr
Bei einem privaten Besuch in Düsseldorf habe ich einige Stunden Zeit bevor ich eine Veranstaltung besuche. Deshalb schlendere ich vom Hauptbahnhof Richtung Rhein. Nicht weit von der Rheinkniebrücke entfernt lande ich in einem kleinen Park namens Spee’s Graben (Bild). Die südliche Düssel wird hier angestaut und so ist eine kleine Teichlandschaft entstanden. Schon von Weitem höre ich lautes, aufgeregtes Gänsegeschnatter. Für einen innerstädtischen Park eher ungewöhnlich, halten sich ziemlich viele Nilgänse (Bilder) und Kanadagänse (Bilder) auf. Fast alle der Gänse sind schon verpaart und es wird sich nicht nur innerhalb der Art angefaucht was das Zeug hält, sondern auch gegenüber der anderen Art. Eine Nilgans, die noch keinen Partner gefunden hat, hat sich auf einem Ast hoch oben in einem Baum niedergelassen und ruft laut, sehr ausdauernd und etwas eintönig in den frühen Morgen.
Was mich aber am meisten fasziniert, sind die grünen Halsbandsittiche (Bilder), die in den Baumkronen herumturnen. Kopfüber knacken sie die Bucheckernsamen auf und mir fallen die Schalen vor die Füße. Mit ihrem leuchtend grünen Gefieder, dem langen, spitzen Schwanz und dem roten Schnabel sind sie in den kahlen Bäumen nicht zu übersehen – und auch nicht zu überhören. Sie sind sehr aktiv und ihre lauten Rufe (> xeno-canto.org) vermischen sich mit den aufgeregten Gänserufen. Namensgebend für den Halsbandsittich ist das schmale schwarze Band, das von der schwarzen Kehle an den Halsseiten entlang verläuft. Das hat allerdings nur das Männchen. Die Papageienart lebt in Südasien und im südlichen Afrika. Schon im 19. Jahrhundert waren die exotischen Vögel als Käfigvögel sehr beliebt. Die ersten Gefangenschaftsflüchtlinge wurden in England festgestellt. Von dort breiteten sich die wilden Vögel nach Europa aus. In städtischen Parks, Friedhöfen und Gartenanlagen finden sie genügend zum Fressen und speziell entlang des Rheins sind sie aufgrund des milden Klimas mittlerweile sehr verbreitet.
Mehr zum Halsbandsittich > Wikipedia.

Vogeltagesliste: Halsbandsittich (ca. 10), Kanadagans (ca. 20), Nilgans (10), Stockente, Höckerschwan, Teichhuhn, Blässhuhn, Lachmöwe, Zaunkönig, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Blaumeise, Kohlmeise, Amsel, Straßentaube, Ringeltaube, Elster, Dohle

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Spee’s Graben, Düsseldorf, März 2017

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Nilgans (Egyptian Goose), Düsseldorf, März 2017

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Nilgänse (Egyptian Goose), Kanadagänse (Canada Goose), Düsseldorf, März 2017

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Kanadagänse (Canada Goose), Düsseldorf, März 2017

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Halsbandsittich (Rose-ringed Parakeet), Düsseldorf, März 2017

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Halsbandsittich (Rose-ringed Parakeet), Düsseldorf, März 2017

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Halsbandsittich (Rose-ringed Parakeet), Düsseldorf, März 2017

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Halsbandsittich (Rose-ringed Parakeet), Düsseldorf, März 2017

Halsbandsittich

Halsbandsittich (Rose-ringed Parakeet) (Foto: Fotolia/steffiheufelder)

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