Mönchsgrasmücke und Wacholderdrossel

Samstag, 4. April 2020 (sonnig, 10 bis 13 Grad, Frühling), Ostfriedhof, München, 10 bis 13 Uhr

Wie schon letzten Samstag statte ich dem Münchner Ostfriedhof (Bild) einen Besuch ab. Bäume und Sträucher sind schon von zartem Grün umhüllt. Der Frühling ist für mich immer wieder die schönste Jahreszeit. Einer der frühesten Rückkehrer ist der Zilpzalp … aber dann dauert es nicht mehr lange und die Mönchsgrasmücke (Bilder, Video auf Youtube) erfreut mich mit ihrem melodischen und kräftigen Gesang. Sie ist in Mitteleuropa eine unserer häufigsten Grasmücken. Das Männchen erkennt man an der schwarzen Kopfplatte. Der wissenschaftliche Name ist Sylvia atricapilla. »Atricapilla« bedeutet »Schwarzköpfchen«.

Während die Mönchsgrasmücke sehr mit Singen beschäftigt ist, beobachten die Kohlmeise (Bild) und das Buchfink-Männchen (Bild) neugierig ihre Umgebung. Der Buchfink schaut nach einem Weibchen, das zwischen den Holzbalken am Grabkreuz nach Insekten sucht. Die Rabenkrähe (Bild) hat sich in einer Mistel ihr Nest gebaut gebaut. Bei noch unbelaubten Bäumen ist eine Mistel als Versteck vielleicht gar keine so schlechte Wahl. Im Mai 2019 hatte ich schon einen Stieglitz entdeckt, der sich in einer Mistel eingenistet hat. Das Nest verstärkt hat die Rabenkrähe durch einige miteingeflochtenen Gummiringe – ganz schön schlau ;-)).

Ostfriedhof München, April 2020
Mönchsgrasmücke (Eurasian Blackcap), Ostfriedhof München, April 2020
Mönchsgrasmücke (Eurasian Blackcap), Ostfriedhof München, April 2020
Mönchsgrasmücke (Eurasian Blackcap), Ostfriedhof München, April 2020
Kohlmeise (Great Tit), Ostfriedhof München, April 2020
Buchfink (Common Chaffinch), Ostfriedhof München, April 2020
Rabenkrähe (Carrion Crow), Ostfriedhof München, April 2020

Wacholderdrossel – ganz nah

Bei meinem Spaziergang finde ich auch eine Ackerhummel (Bild). Hübsch ist sie, mit ihrem braunen Pelzchen. Die Amsel (Bild) hat sich im Efeu niedergelassen und guckt etwas streng. Wenn man alleine unterwegs sind, geschehen oft schöne Überraschungen. Während ich noch die Baumkronen absuche, hüpft nur wenige Meter entfernt, eine Wacholderdrossel (Bilder und Video auf Youtube) zwischen zwei Grabsteinen hervor. Sie bemerkt mich zwar, aber ich bin anscheinend keine Gefahr für sie. Bin ja auch mucksmäuschenstill. Diese große Drossel bewohnt halboffene Landschaften, in Mitteleuropa vor allem Waldränder und Baumgruppen mit angrenzendem feuchtem Grünland. Überwiegend ist sie ein Kurzstreckenzieher und verbringt den Winter in Mittel- und Südwesteuropa sowie im Mittelmeerraum. Ab Mitte Februar beginnt der Heimzug, die Brutgebiete werden ab März bis in den April hinein besetzt (Quelle: Wikipedia).

Ackerhummel, Ostfriedhof München, April 2020
Amsel (Common Blackbird), Ostfriedhof München, April 2020
Wacholderdrossel (Fieldfare), Ostfriedhof München, April 2020
Wacholderdrossel (Fieldfare), Ostfriedhof München, April 2020
Wacholderdrossel (Fieldfare), Ostfriedhof München, April 2020

Vogeltagesliste: Buntspecht, Grünspecht (rufend), Rauchschwalbe, Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Singdrossel, Wacholderdrossel, Amsel, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, unbestimmtes Goldhähnchen, Zaunkönig, Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Kleiber, Gartenbaumläufer, Rabenkrähe, Saatkrähe, Buchfink, Stieglitz, Grünfink

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