Graureiher, Rabenkrähen und Fichtenkreuzschnabel

Freitag, 26. Februar 2021 (sonnig, 14 bis 16 Grad, milder Wintertag), Campeon-Park, Landschaftspark Hachinger Tal, Perlacher Forst, 10.30 bis 16 Uhr

Ich habe mir heute unter der Woche einen Tag freigegeben. Wegen der Corona-Pandemie sind zurzeit am Wochenende leider viele meiner Lieblingsplätze überlaufen und ich kann zu meinen üblichen Zeiten nicht mehr hinfahren. Natürlich freue ich mich, wenn Menschen die Natur wieder schätzen lernen und vielleicht sogar das Vogelbeobachten als Hobby entdecken. Doch gibt es auch manch einen, der sich z.B. in Vogelschutzgebieten nicht an Betretungsverbote hält und so die Tiere stört. Das ist sehr schade.

Das Wetter ist schön und so radle ich Richtung Süden. Erste Station zum Vogelbeobachten ist der Campeon-Park (Bild) bei Unterhaching. Auf dem künstlich angelegten See halten sich Höckerschwäne, Grau- und Kanadagänse auf. Eine neugierige Rabenkrähe (Bild) guckt, ob ich eine Erdnuss für sie habe. Die Rabenkrähen (Bild) im Landschaftspark Hachinger Tal haben ebenfalls Hunger und »belagern« den Bauern, der mit seinem Traktor die Grünfläche bearbeitet. An dem kleinen See am Friedhof bemerke ich dann noch eine weitere Rabenkrähe (Bilder), die schon mit dem Nestbau beschäftigt ist.

Campeon-Park, Februar 2021
Rabenkrähe (Carrion Crow), Campeon-Park, Februar 2021
Rabenkrähen (Carrion Crow), Hachinger Tal, Februar 2021
Rabenkrähe (Carrion Crow), Hachinger Tal, Februar 2021
Rabenkrähe (Carrion Crow), Hachinger Tal, Februar 2021

Geduldiger Graureiher

Dann entdecke ich einen nicht speziell getarnten, aber im vertrockneten Schilf kaum sichtbaren Graureiher (Bilder). Ruhig und ausdauernd steht er da, wartet auf Beute – und lässt sich durch mich nicht stören. Meistens sucht ein Graureiher allein nach Nahrung, nur bei großem Nahrungsangebot bilden sich kleine Gruppen. Mit seinem kräftigen, dolchförmigen Schnabel wirkt er überaus imposant. Er ist einer unserer häufigsten Reiher, baut das Nest auf alten Bäumen, auch im Schilf oder auf Klippen. Graureiher sind nicht sehr anspruchsvoll, was ihren Lebensraum betrifft. Sie leben an Süßgewässern im Landesinneren, an Flussmündungen und besiedeln auch Küstenregionen. Die Nähe zu Gewässern ist unabdingbar, auch dass diese nicht zufrieren.

Graureiher (Grey Heron), Hachinger Tal, Februar 2021
Graureiher (Grey Heron), Hachinger Tal, Februar 2021
Graureiher (Grey Heron), Hachinger Tal, Februar 2021

Fichtenkreuzschnabel im Perlacher Forst

Mein letzter Abstecher an diesem Tag führt mich in den Perlacher Forst. In dem überwiegend aus Fichten bestehenden Wald entdecke ich einen Kernbeißer (Bild). Und zu meiner großen Freude unweit davon einen Fichtenkreuzschnabel (Bilder). Das adulte Männchen erkennt man an seinem ziegelroten Gefieder und natürlich an dem gekreuzten Schnabel. Der Fichtenkreuzschnabel hat einen großen Kopf, einen »Stiernacken«, lange Flügel und einen tief gekerbten Schwanz. Bereits im Februar/März beginnen die Vögel mit dem Brutgeschäft.

Kernbeißer (Hawfinch), Perlacher Forst, Februar 2021
Bergfink (Brambling) und Fichtenkreuzschnabel (Common Crossbill), Perlacher Forst, Februar 2021
Fichtenkreuzschnabel (Common Crossbill), Perlacher Forst, Februar 2021
Fichtenkreuzschnabel (Common Crossbill), Perlacher Forst, Februar 2021

Vogeltagesliste: Höckerschwan, Graugans, Kanadagans, Stockente, Graureiher, Mäusebussard, Turmfalke, Blässhuhn, Lachmöwe, Straßentaube, Ringeltaube, Schwarzspecht, Grünspecht, Buntspecht, Rotkehlchen, Amsel, Zaunkönig, Kohlmeise, Blaumeise, Schwanzmeise, Kleiber, Gartenbaumläufer, Elster, Eichelhäher, Saatkrähe, Rabenkrähe, Star, Feldsperling, Buchfink, Bergfink, Stieglitz, Grünfink, Erlenzeisig, Kernbeißer, Fichtenkreuzschnabel, Goldammer

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