Sonntag, 30. November 2025 (bewölkt, 5 bis 7 Grad), München Flughafen Besucherpark (Landkreis Erding), 11 bis 13.30 Uhr
Der Besucherpark des Flughafens München steht schon lange auf meiner To-do-Liste. Obwohl das Wetter heute nicht ganz ideal ist, mache ich mich per S-Bahn auf den Weg. Von der Haltestelle »Besucherpark« aus gehe ich über die Brücke in nordöstliche Richtung bis zum Kindergarten. Ich wandere entlang der Nordallee und schließlich steige ich den kleinen Hügel hinauf zum Aussichtspunkt. Von dort hat man einen guten Blick über das Gelände und auch eine schöne Sicht auf die historischen Flugzeuge (Bild). Mindestens sieben Hausrotschwänze (einige davon auf den Bildern) kann ich lange und ausgiebig beobachten. Die zur Familie der Fliegenschnäpper gehörenden Singvögel sitzen gerne auf erhöhten Ansitzwarten, die sie hier auf den Flugzeugen und Zäunen zur Genüge finden. Von dort fliegen die Männchen und Weibchen immer wieder auf den kurzen Rasen um sich Insekten, Spinnen oder andere wirbellose Kleintiere zu holen.






Einsames Rebhuhn
Der eigentliche Grund für meine Tour sind die Rebhühner, die hier regelmäßig gesichtet werden. Heute kann ich leider keine größere Anzahl finden, aber in dem abgezäunten Bereich bei den historischen Flugzeugen entdecke ich wenigstens ein Rebhuhn (Bilder). Unweit eines ruhenden Feldhasen hat es sich ebenso zu einer Pause niedergelassen. Später läuft es gemächlich pickend durch das feuchte Gras. Anhand des größeren dunkelbraunen Bauchflecks gehe ich davon aus, dass sich um ein Männchen handelt. Die Geschlechter sind nur durch wenige Merkmale zu unterscheiden. Männchen sind etwas bunter und deutlicher gemustert. Zudem ist ihr dunkelbrauner Bauchfleck größer als der der Weibchen. »Rebhühner bewohnen Steppen- und Heidelandschaften in weiten Teilen Europas und Asiens. Sie ernähren sich überwiegend von Sämereien, Wildkräutern und Getreidekörnern« lese ich in Wikipedia. In diesem Herbst wurde das Rebhuhn in Deutschland zum Vogel des Jahres 2026 gewählt. Der früher weit verbreitete Agrarvogel ist leider mittlerweile stark gefährdet.


Ziehende Kraniche
Aber nicht nur das Rebhuhn erfreut heute mein Herz, sondern auch die Kraniche (Bild), die plötzlich am Himmel auftauchen und über den nördlichen Teil des Flughafens hinwegziehen. Auf dem Rückweg zur S-Bahn suche ich auf den Grünflächen noch intensiv nach den Hühnervögeln, finde aber leider keine mehr. Dafür sehe ich eine Ringeltaube (Bild), eine Blaumeise (Bild) und einen Feldhasen (Bild), der sich in einer Kuhle auf einem größeren Erdhaufen niedergelassen hat.




Vogeltagesliste: Rebhuhn, Blaumeise, Kohlmeise, Ringeltaube, Hausrotschwanz, Elster, Rabenkrähe, Kranich, Buchfink
