Sonntag, 21. September 2025 (wolkig, leichter Regen, um 17 Grad, Wind 48 km/h), Helgoland, Kurgelände, Nordostmole, Nordostgelände, Nordosthafen, Ostklippe, 13.45 bis 17.30 Uhr
Heute ist das Wetter etwas stürmisch und es regnet leicht. Deshalb besuche ich am Vormittag die Ausstellung in den historischen Bunkerstollen. Am Nachmittag geht es dann raus durch den Kurpark nach Norden zum ersten Halt an der Nordostmole (Bild). Überwiegend rasten heute hier Großmöwen und einige Kormorane. Als ich die kleinen Pfützen auf der Mole genauer absuche, entdecke ich einen Strandpieper (Bild). Im Gegensatz zum Wiesenpieper hat er dunkle Beine, sein Gefieder ist auch dunkler und die Strichelung verwaschener. Laut Wikipedia kommt der Strandpieper »an den felsigen Küsten Skandinaviens, den Nord- und Westküsten Großbritanniens, auf Island, in Irland, Russland und im nördlichen Mitteleuropa vor«. Manche Strandpieper sind Standvögel, andere ziehen zum Überwintern an die Küsten Westeuropas. Am Strand neben der Mole ist ein Steinschmätzer (Bild) auf Nahrungssuche.



Stare und Brandseeschwalben
Auf dem Rückweg zum Nordosthafen begegnet mir noch ein kleiner Trupp Stare (Bild). Stare sind gesellige Vögel, die auch bei der Futtersuche in der Gruppe unterwegs sind. Über dem Wasser fliegen Brandseeschwalben (Bilder) und eine Mantelmöwe (Bild).




Zwei Trottellummen
In der Nähe des Nordosthafens entdecke ich eine Trottellumme (Bilder), die sich in einem Pulk von Eiderenten aufhält. Am Kopf und am Hals sind Teile des Gefieders weiß, allerdings etwas verwaschen. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Jungvogel handelt. Die Trottellumme (Bild), die ich kurz zuvor in der Nähe der Nordostmole auf dem Meer fotografiert habe, zeigt mit den weißen Kopfseiten, dem weißen Hals und dem dunklen Strich hinter dem Auge nämlich bereits ein eindeutiges Schlichtkleid. Das Prachtkleid kann man sich auf den Fotos vom Mai 2014 ansehen. Ihren Namen hat die Trottellumme laut Wikipedia »aufgrund ihres ›trottelmäßig‹ anmutenden Ganges, da sie im Gegensatz zum Tordalk nicht auf den Zehen, sondern auf ihren Fußwurzeln läuft«.



Suche nach dem Pfirsichköpfchen
Von einem Birder erfahre ich, dass in der Nähe des Fanggartens zwei Pfirsichköpfchen gesichtet wurden. Ein Pfirsichköpfchen ist ein Papagei und besiedelt eine kleine Region im afrikanischen Tansania. Ich gehe mal davon aus, dass der Vogel irgendwo ausgebüxt ist. Also mache ich mich noch auf den Weg ins Oberland und suche Bäume und Sträucher ab. Leider finde ich den farbenprächtigen Exoten nicht. Dafür präsentiert mir die Natur zum Abschluss des Tages noch einen wunderschönen Regenbogen (Bild).

Vogeltagesliste Helgoland: Stockente, Eiderente, Kormoran, Graureiher, Sperber, Turmfalke, Sandregenpfeifer, Goldregenpfeifer, Sanderling, Steinwälzer, Alpenstrandläufer, Lachmöwe, Silbermöwe, Mantelmöwe, Brandseeschwalbe, Trottellumme, Ringeltaube, Mehlschwalbe, Wiesenpieper, Strandpieper, Bachstelze, Steinschmätzer, Elster, Rabenkrähe, Star, Haussperling
