Krumltal und Raurisertal – Nationalpark Hohe Tauern

teaser_krumltal_sept17_0787Bei Greifvogel-Experten ist das österreichische Krumltal kein Geheimtipp mehr. Mit viel Glück können an einem Tag im »Tal der Geier« Bartgeier, Gänsegeier, Steinadler und auch Mönchsgeier gesichtet werden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Bartgeier in den Alpen ausgerottet. In dem kleinen Seitental des Raurisertals startete 1986 ein Projekt für die Wiederansiedelung dieser majestätischen Geier. Die erste erfolgreiche Brut erfolgte im Jahre 2010 im Krumltal. Bis jetzt wurden 30 Bartgeier ausgewildert und um die junge Population zu stärken, wurden auch 2015 und 2016 wieder zwei Jungtiere freigelassen. Das einzigartige Wiederansiedelungsprojekt erstreckt sich über den gesamten Alpenraum (Österreich, Frankreich, Italien, Schweiz). Insgesamt wurden bis jetzt mehr als 220 Bartgeier ausgewildert und über 173 Jungtiere sind ausgeflogen.

Da das Nahrungsangebot im Nationalpark Hohe Tauern sehr groß ist, finden sich im Frühjahr auch Gänsegeier ein. Bis zu 100 Gänsegeier wurden hier schon gesichtet. Es sind Nichtbrüter und Jungvögel, die von ihren kroatischen Kolonien nach Österreich ziehen und im Schutzgebiet den Sommer verbringen. In Gesellschaft der Gänsegeier tauchen vereinzelt auch Mönchsgeier auf. Aber nicht nur die Geier sind ein Highlight sondern auch die Steinadler, die zwar im gesamten Alpenraum zu finden sind, aber mit 40 Brutpaaren ist das Krumltal eines der dicht besiedelsten Täler in den Hohen Tauern. Welche Vogelwelt einen noch in dem Gebiet erwartet, kann auf der Webseite > birdinggermany von Christoph Moning nachgelesen werden. Allerdings wird diese Seite seit einigen Jahren nicht mehr aktualisiert.

Der Nationalpark Hohe Tauern > Website Openstreetmap ist das größte Schutzgebiet der Alpen. Sein Gebiet erstreckt sich von Ost nach West über 100 Kilometer und von Nord nach Süden 40 Kilometer. Die Ortschaft Rauris und das namensgebende Raurisertal liegen ungefähr 210 Kilometer von München entfernt und nur 90 Kilometer von Salzburg.
Das Krumltal (Bilder) > Website Openstreetmap liegt etwa 13 Kilometer südlich von Rauris. Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz Krumltal, der nicht weit entfernt vom Almgasthof Lechnerhäusl liegt. Entlang des Krumlbachs geht man die 5 Kilometer lange Strecke in 1,5 Stunden bis zur Bräualm (1601 m) (Bild). Informationstafeln (Bild) entlang des Weges geben Auskunft zu den Greifvögeln. Und wenn man Glück hat, trifft man auch ein Nationalpark-Ranger, der einem weitere Informationen zur Vogelwelt geben kann.

Falls man mehrere Tage im Raurisertal bleibt, bietet sich an mit der Gondel auf die Hochalm (1780 m) (Bild) zu fahren. An der Bergstation befindet sich eine Greifvogelwarte (Bild) > Webseite. Hier kann man Steinadler, Uhu, Adlerbussard aus nächster Nähe bewundern. Bei günstigem Wetter zeigt der Falkner von Mai bis Oktober die Flugkünste seiner Greifvögel. Es lohnt sich auch einen Abstecher nach Wörth in die Greifvogel-Ausstellung im Nationalpark-Haus »König der Lüfte«> Webseite zu machen, die mit vielen Informationen zu Bartgeier und Co. aufwartet.

Informationen zum Nationalpark Hohe Tauern > Webseite und > Wikipedia.
Informationen zum Bartgeier-Projekt: Raurisertal »Tal der Geier« > Webseite 
Bartgeier-Projekt in der Schweiz > Webseite 

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Nationalpark Hohe Tauern, Rauris (Quelle: Openstreetmap)

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Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Informationstafeln im Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Krumltal (Nationalpark Hohe Tauern), September 2017

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Bräualm (1601 m) im Krumltal, September 2017

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Bergstation Hochalm, Rauris, September 2017

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Greifvogelstation auf der Hochalm, Rauris, September 2017

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